Moderationsverfahren Hördter Rheinaue

Unter dem Eindruck der Hochwasserkatastrophen an der Elbe ließ der rheinland-pfälzische Landtag prüfen, wie Hördt in das Hochwasserschutzkonzept des Landes einbezogen werden kann. In einem Bericht des Ministerium für Umwelt und Forsten vom März 2005 wurde die Einbeziehung der Hördter Rheinniederung näher untersucht und festgestellt, dass in Hördt weder ein gesteuerter Polder noch eine Deichrückverlegung möglich ist.

Am am 20.04.05 stellt die Umweltministerin Frau Margit Conrad gegenüber der Rheinpfalz dann ein neues Konzept vor. Es wird weder einen Polder noch eine Rückverlegung des Rheinhauptdeiches geben. Jetzt geht es ausschließlich um einen Reserve-Retentionsraum hinter dem Rheinhauptdeich, der ausschließlich bei einem Extremhochwasser zum Einsatz kommt, wenn alle gesteuerten Maßnahmen schon geflutet wurden.

Abweichend von bisherigen Hochwasserschutz-Ideen wird hier etwas ganz Neues diskutiert: Ein Rückhalteraum, gesteuert nur über die Rückhaltefähigkeit einer niedrigeren „Soll-Überlaufstelle". Bei Deichüberflutung bzw. Deichbruch sollen sogenannte Schlafdeiche bestimmte Bereiche schützen.

Die Planung dieses Reserveraumes sollte durch einen öffentlichen Moderationsprozess unter Beteiligung aller Betroffenen begleitet werden und ein möglichst breiter Konsens und eine weitgehende Akzeptanz gefunden werden. Das Verfahren begann am 27.1.2006 und wurde am 23.3.2007 abgeschlossen und endete im Raumordnerischen Entscheid der SGD Süd (siehe weiterführender Link).